Genealogie der Familien Daroszewski und Blobel

Blobel

Die Familie Blobel aus Oberschlesien

Am 16.Juli wird Maria Susanna Rusek von Klara Jacob in Tost getauft, das damals zum Kreis Rybnik gehörte.  Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung in Preussen, also nach dem Wiener Kongress,  trat der Kreis Tost in der Provinz Schlesien vom Regierungsbezirk Breslau zum Regierungsbezirk Oppeln über.

Aus Teilen der Kreise Tost, Pleß und Ratibor wurde der neue Kreis Rybnik gebildet, erst nachdem das Landratsamt nach 1869 vom Gut Kaminiewietz nach Gleiwitz wechselt, ändert sich der Kreisname in Tost Gleiwitz.

Die Linie der Ruseks konnte ich leider nicht weiterverfolgen, den  Taufeintrag im Kirchbuch Tost vom 16.Juli 1843 kann ich nicht richtig entziffern. Wer kann helfen?

 

Taufeintrag Maria Susanna Rusek 1843

sterbeeintrag_rosina_lasimke_klein

Auszug aus dem Sterberegister St. Mauritius in einer Abschrift vom 26. Jan 1938

Rosina Lasimke ist die Ehefrau des Franz Carl Florian Bittner aus Langseifersdorf in Lauterbach Kreis Reichenbach im Eulengebirge in Niederschlesien. Franz muss es irgendwie nach Breslau verschlagen haben, er ist der jüngste von insgesamt 6 Geschwistern, 2 ältere Brüder lassen wohl auch keine Möglichkeit im heimischen Lauterbach einen nenneswerte Menge an Land zu bewirtschaften. Irgendwann und irgendwo vor 1865 hat er Rosina Lasimke geheiratet, sie gebiert ihm am 17.01.1865  eine Tochter der das Paar den wunderschönen Namen Anna Valesca Bertha gibt. Getauft wird Anna Valesca am 29.01.1865 in der Kirche St. Mauritius in Breslau. Anna wir später in Lipiny bei Beuthen, Oberschlesien Oscar Blobel heiraten.

Der Auszug aus dem Taufregister „der katholischen Pfarrkirche  „St. Mauritius in Breslau, Jahrgang 1865 Seite 37 Nr 62 vermerkt als Vater den Eisenbahnarbeiter Franz Büttner aus der Gartentr. 28 und als Mutter Rosina als Familienname wird Lahimke angegegeben. Eine direkte Überprüfung des Kirchenbuchs ergab allerdings, dass der Familienname korrekt “ Lasimke lautet.

Das Glück über die Geburt der Tochter währt nur kurz: Rosina erkrankt ein Jahr später an der Cholera. 1866 brach zwischen Preussen und Österreich Krieg aus, Vasold  schreibt:

“ Es starbenin diesem Krieg weitaus mehr preußische Soldaten an der Cholera als  an ihren Verletzungen; es starben Preußen in diesem Jahr weitaus mehr Menschen an der Cholera, als der gesamt Krieg an Menschenleben forderte“ (Vasold, M., Pest, Not und schwere Plagen, Augsburg 1999) Insgesamt sind 1866 in Preussen 114.000 Menschen der Cholera zum Opfer gefallen. Bei der Cholera handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Vibrio cholerae ausgelöst wird.  Wir lesen bei Wikipedia:

Nach einer Inkubationszeit von 2–3 Tagen verläuft Cholera meist in drei Stadien:

  1. Stadium mit Brechdurchfall mit häufig dünnflüssigem Stuhl, oft mit Schleimflocken durchsetzt („Reiswasserstuhl“) und selten mit Schmerzen im Bauch.
  2. Stadium des Flüssigkeitsmangels (Exsikkose) . Dabei kommt es zu Untertemperatur und zu einem auffälligen Gesichtsausdruck mit spitzer Nase, eingefallenen Wangen und stehenden Hautfalten.
  3. Stadium der allgemeinen Körperreaktion mit Benommenheit, Verwirrtheit, Koma und Hautausschlag. Komplikationen wie zum Beispiel eine Lungenentzündung. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Cholera)

Arme Rosina! Sie stirbt am 3.8.1866 und wird 3 Tage später auf dem Friedhof der St. Mauritiuskirche beerdigt. Sie ist nur 33 Jahre alt geworden, das Kirchenbuch gibt allerdings keine Auskunft über das genaue Geburtsdatum oder den Geburtsort. So bleiben  aus genealogischer Sicht nur die beiden Auszüge aus dem Geburtsregister und des Sterberegisters, die Auskunft über ihre Existenz geben.

Vielleicht weiss der ein oder andere interessierte Leser dieses Artikels mehr über die Familie Lasimke? Ich würde mich über jeden Tipp freuen!

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